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Closed

Nach über einem Jahr ohne neuen Post ist es an der Zeit, den KosRef Blog offiziell zu schließen. Leider habe ich nicht mehr die Zeit und auch nicht mehr die Motivation, hier neues zu schreiben. Deshalb dieser letzte "Closed" Artikel, um diesen Blog (mehr oder weniger) sauber zu schließen. Die alten Artikel bleiben aber natürlich online, da sie meiner Meinung nach ein schönes Zeugnis aus alten Zeiten sind.

Geschrieben am 01.05.2009 von Stefan | Kommentar hinzufügen (0)

Posteingang

Posteingang

So sieht ein Posteingang aus, nachdem eine Woche keine Mails abgerufen wurden... An dieser Stelle muss ich mal eine Lanze für meinen Spamfilter brechen: Der Spartacus Filter für Outlook Express arbeitet wirklich einwandfrei und sortiert den Müll direkt nach dem Eingehen aus. Ohne seine Hilfe hätte das Filtern locker 10 mal so lange gedauert.

Geschrieben am 14.10.2007 von Stefan | Kommentar hinzufügen (0)

Neue OECD-Studie zur Bildung in Deutschland

Eine neue OECD-Studie (Bildung auf einen Blick) zur Bildungssituation in Deutschland stellt unserem Schul- und Hochschulsystem mal wieder ein schlechtes Zeugnis aus. Zu wenig Abiturienten, Studenten, Ingenieure gäbe es hierzulande, um den Wohlstand und die Zukunftssicherheit zu wahren. Solche Studien werfen natürlich am liebsten mit Zahlen um sich, die dann im Länderranking verglichen werden. Aber gerade bei der Vergleichbarkeit hapert es ganz massiv, da unser Bildungssystem nun mal nicht ohne weiteres mit anderen Ländern verglichen werden kann.

Der Philologenverband Rheinland-Pfalz hat sich in diesem Zusammenhang kritisch mit der Studie auseinander gesetzt und dabei einige interessante Argumente vorgebracht, welche ich in Diskussionen zu diesem Thema auch gerne verwende: Viele Berufe, welche in Deutschland in einer Fachschule oder in der dualen Ausbildung erlernt werden, gibt es im Ausland als Studium. Eine Krankenschwester bekommt in den USA einen Bachelor, hier "nur" einen Berufsabschluss. In der Statistik der Hochschulabschlüsse taucht dieser natürlich nicht auf, wohl aber auf der anderen Seite des Atlantiks. In Sachen Qualifikation braucht sich die deutsche Schwester aber bestimmt nicht vor ihren amerikanischen Kolleginnen zu verstecken.

Wer Äpfel mit Birnen vergleicht braucht sich nicht zu wundern, dass die Ergebnisse keiner genauen Analyse standhalten. Natürlich gibt es Defizite hierzulande, aber grundsätzlich nur das Schlechte zu sehen ist kein guter Weg. Stärken und Schwächen unseres Bildungssystems müssen analysiert, kommuniziert und gestärkt bzw. verbessert werden. Dann bleiben wir auch weiterhin Exportweltmeister.

Link zum Kommentar des Verbandes: http://www.teachersnews.net/te68/index.nsf/0/9C479E6385244B3FC125735B0053005C?OpenDocument

Geschrieben am 19.09.2007 von Stefan | Kommentar hinzufügen (0)

Geschicktes Rechnen mit Längenmaßen

Ich gebe ja ab und zu Nachhilfe in Mathe, hauptsächlich bei der lieben Verwandtschaft. Da fällt immer wieder auf, dass viele Schüler Schwierigkeiten bei der Umrechnung von Längen- und Flächenmaßen haben. Ich kenne das auch noch von früher: Man wusste nie, durch was denn bei der Umrechnung von cm² in geteilt werden muss. Bzw. man hat es nur so gelernt: Quadratzentimeter in Meter, geteilt durch 10000. Dabei ist dieses sture Pauken ohne die Zusammenhänge zu verstehen absolut uneffektiv, denn sobald sich nur die Größenordnungen ändern, steht man wieder im Wald.

Wenn man sich aber einmal mit diesen Maßen richtig beschäftigt, kann man eine Technik entdecken, welche nicht nur universell funktioniert, sondern auch einfach nur elegant ist.

Zuerst einmal schauen wir uns die Abkürzung cm genauer an. Für was stehen denn die beiden Buchstaben? Die Einheit Meter wird immer durch das m definiert. Der Buchstabe davor ist eigentlich eine Zahl und gibt eine Größenordnung an. Verbunden sind die beiden durch einen Malpunkt. c steht hierbei für Zenti und ist ein Vorsatz für Maßeinheiten. Damit vermeidet man lange Zahlen, indem man die Nullen salopp gesagt in die Abkürzung packt. Das c könnte man also auch als 0,01, 1/100 oder am Geschicktesten als 10^(-2) schreiben.
An dieser Stelle hat man nun schon was ganz Wesentliches gelernt. Um Längenmaße egal welcher Gestalt (z.b. cm oder km) in Meter umzurechnen reicht es, einfach diesen Vorsatz als Zahl zu schreiben und bei Bedarf eben ein wenig zu rechnen. Aus 5000 cm ergeben sich so 5000 * 0,01 m , was genau 50 Meter entspricht. Natürlich muss man dazu die Vorsätze und ihre Wertigkeit kennen. In der Wikipedia gibt es eine ausführliche Liste dazu. Ausdrucken, an die Wand neben dem Schreibtisch hängen und nach ein paar Mal rechnen hat man die drauf.

Aber wie funktioniert die andere Richtung? Wie kommt man von Meter auf Millimeter? Klar, man könnte erst mit 100 malnehmen(m --> cm) und dann noch mit 10. Aber wir wollen es gleich richtig lernen. Millimeter (mm) ist ja nichts anderes als 0,001 * m. Milli steht für Tausendstel. Wie bekommt man nun in den Ausdruck 1 m diesen Faktor Milli rein? Ganz einfach: Wir fügen eine nahrhafte Eins ein. In jedes Produkt dürfen ja beliebig viele 1er hineingeschrieben werden. 5*6 ist genau dasselbe wie 1*5*1*6*1. Damit die eins "nahrhaft" wird, was soviel bedeutet wie nutzbar, kann man sie auch als Bruch schreiben, mit identischem Zähler und Nenner. Das sieht dann so aus:

Nahrhafte Eins

Alles genau dasselbe, oder? In diesem Fall ein blödes Beispiel, aber für unser Maßeinheitenproblem macht das verdammt viel Sinn:

Nahrhafte Eins

Wir fügen die nahrhafte Eins ein, wandeln das 10^(-3) im Zähler in Milli um und rechnen die restlichen Zahlen aus. Natürlich muss man sich ab dieser Stelle mit den Potenzgesetzen auskennen. Wer noch nicht soweit ist fügt eben statt 10^(-3) 0,001 im Zähler und Nenner ein, das ist genau dasselbe.

Das ist eigentlich schon der ganze Trick. Durch geschicktes Einfügen von nahrhaften Einsen kann man Längeneinheiten so umformen, wie man es gerne möchte. Um von Millimeter zu Kilometer zu kommen muss eben mit 10^6 / 10^6 erweitert werden. So bildet sich im Zähler das Kilo und im Nenner bleibt ein 10^6. Euer Lehrer würde hier sagen: "Durch eine Million teilen". Daher kommen nämlich auch diese ominösen Faktoren zum Umrechnen, welche man sonst immer auswendig lernen musste.

Exakt gleich funktioniert auch das Umrechnen von Flächen- und Volumenmaßen. Hier gibt es nur einen kleinen Fallstrick, eine ungenaue Schreibweise, welche oft für Verwirrung sorgt: cm² steht ja für Quadratzentimeter. Das Quadrat bezieht sich an dieser Stelle aber nicht nur auf die Meter, sondern auch auf das Zenti. Korrekterweise müsste man also (cm)² schreiben, was identisch zu c² * m² ist. Nun kann man wieder wie oben verfahren: Nahrhafte 1 einfügen, um den gewünschten Vorfaktor zu bilden, restliche Zahlenwerte ausrechnen. Aber Achtung: Auch hier muss das Quadrat wieder berücksichtigt werden. Um (km)² zu bilden, muss ein Faktor 10^6 im Term geschaffen werden.

Ein Beispiel hierzu:

Beispiele

Das ist alles. Nun seid ihr bestens gerüstet für alle Arten von Längen-, Flächen- und Volumenumrechnungen.

Geschrieben am 03.06.2007 von Stefan | Kommentar hinzufügen (0)

Wieder da

Irgendwie habe ich in diesen Tagen wieder richtig Lust auf Bloggen bekommen. Schon 3 Posts dieses Wochenende, ein kreatives Hoch nach einem Monat Pause :). Und viele Ideen auf dem Papier bzw. auf der To-Do-Liste.
Nach dem Ausflug in die Wirtschaft vorhin gibt es als nächstes mal wieder was Mathematisches: Heute morgen ist mir mal wieder aufgefallen, wie einfach doch das Umrechnen von Flächen- und Volumeneinheiten ist, wenn man sich einmal ein paar ganz wesentliche Zusammenhänge verdeutlicht. Keine Ahnung warum mir das kein Lehrer so beigebracht hat. Aber mittlerweile kann ich es ja und davon dürfen nun gerne auch andere profitieren.

Geschrieben am 02.06.2007 von Stefan | Kommentar hinzufügen (0)

Boom

Die Wirtschaft brummt. Wohin man auch schaut, überall nur noch positive Schlagzeilen, Nachrichten und Zahlen. Gewinne: Steigen. Steuereinnahmen: Steigen. Börse: Steigt sowieso. Arbeitslosenzahlen: Im Sinkflug. Wenn man sich intensiver mit diesem Meldungen beschäftigt kommen zum Teil unglaublich interessante Fakten ans Licht.
Da ist zum Beispiel der deutsche Maschinenbau, welcher seit 2004 um 30% (!) gewachsen ist. So eine starke Wachstumsphase gab es zuletzt 1967 - 1970. Unsere Produkte sind weltweit gefragt. Qualität zu angemessenen Preisen kann sich also auch weiterhin behaupten.
Auch im DAX sieht man diese Euphorie. Seit dem Tiefpunkt 2003, nachdem die große Börsenblase des Jahrtausendwechsels geplatzt ist, geht es konstant aufwärts. In den letzten Monaten hat sich der Anstieg immer mehr beschleunigt, der Index ist nur noch knapp 150 Punkte von seinem Allzeithoch entfernt. Wer hätte das 2003 gedacht? Nur 4 Jahre später sind wir wieder so weit wie damals. Allerdings steht heute viel mehr Substanz in den Kursen, denn die großen Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht. Das KGV liegt immer noch bei rund 15, d.h. die Gewinne der Firmen sind mit den Kursen mitgewachsen. Und langfristig gesehen kann es eigentlich nur aufwärts gehen. Wer die Wirtschaftsnachrichten verfolgt weiß, dass China und die reichen Ölstaaten ihre Devisenreserven in Zukunft stärker investieren wollen, damit sie mehr Rendite bringen. Hier geht es um Hunderte Milliarden Dollar, welche zu großen Teilen in die Aktienmärkte fließen werden.

Dieses Frühjahr 2007 scheint nichts Trüben zu können. Das ist doch schön! Niemand weiß, wie lange der Aufschwung noch weiter geht. Schon nächstes Jahr könnte alles ganz anders aussehen, wenn der Kampf um Rohstoffe in die nächste Runde geht. Ölpreis über 100 $, was Benzin unweigerlich auf neue Höchststände treibt und zu einem Mobilitätsschock führt? Oder eine politische Krise, welche Europa auf die Probe stellt? Das weiß niemand und es lohnt sich auch nicht, zu sehr darüber den Kopf zu zerbrechen. Natürlich muss man vorbereitet sein und Risiken richtig einschätzen, aber Panik und Angststimmung bringt niemandem was. Genießen wir doch lieber diesen Sommer im Jahr 2007, auch wenn es dieses Jahr kein Fußballmärchen gibt. Aber das wäre dann auch zuviel des Guten.

Geschrieben am 02.06.2007 von Stefan | Kommentar hinzufügen (0)

Alle Daten dieser Welt

Google ist seiner Vision, alle Daten dieser Welt zu erfassen, mal wieder einen kleinen Schritt näher gekommen. Das neueste Spielzeug aus Mountain View heißt Google Street View und bietet 360° - Panoramaaufnahmen aus fünf amerikanischen Großstädten. Nahezu jede Straße kann dabei aus der Perspektive eines Autofahrers "abgefahren" werden, inklusive Rundumblick.

Die Qualität der Fotos überzeugt dabei auf ganzer Linie. Zwar erkennt man immer wieder harte Übergänge, wenn sich an einer Kreuzung der Lichteinfall auf einmal abrupt ändert. Das stört aber kaum und lenkt auch nicht von den detaillierten Ansichten der Straßenzüge ab. Autos, Fassaden, Gärten ... alles kann im Detail erkundet werden, eben nicht mehr nur von oben.

Auch die technische Umsetzung ist wie gewohnt einwandfrei. Die Bilder laden ohne Verzögerung und auch ungeübte Computernutzer können der Fahrspur intuitiv folgen.

Mit Street View hat es Google mal wieder geschafft, eine neue Information, welche in dieser Form und Menge im Internet nirgends zu finden ist, exklusiv verfügbar zu machen. Ich bin mal gespannt, wie sie in Zukunft das ganze Maps-System vermarkten werden. Momentan ist es ja noch mehr ein Spielplatz zum Entdecken. Aber mit der richtigen Strategie gibt dieser ganze Bereich Lokale Suche (vor allem, wenn sie endlich mobil verfügbar wird, Stichwort UMTS-Flat) die nächste Milliarden-Cashcow.

Nachtrag 02.06.2007: Mittlerweile gibt es Linksammlungen im Netz, welche auf besonders komische oder originelle Bilder in Street View verweisen. Klar, eine Großstadt lebt schließlich und bei dieser Bilderflut ist es unvermeidbar, dass auch eigentlich private Situationen abgelichtet und veröffentlicht werden. Dauert sicher nicht mehr lange, bis Datenschützer auf die Barrikaden gehen.

Laudontech's SteetView-Sammlung

Geschrieben am 01.06.2007 von Stefan | Kommentar hinzufügen (0)

400000

Mir ist gerade aufgefallen, dass diese Woche mal wieder ein Besuchermilestone erreicht wurde. Über 400.000 Besucher haben seit September 2000 KosRef besucht. Interessant sind wie immer die Wachstumsraten: Die ersten 200.000 Besucher kamen von September '00 bis März 2006, also mehr als 5 Jahre. Die nächsten 200.000 dauerten nur noch knapp 14 Monate. Ich bin gespannt wie sich dieses Wachstum in den kommenden Monaten entwickeln wird, wobei die Sommermonate natürlich nicht repräsentativ sind.

Geschrieben am 27.04.2007 von Stefan | Kommentar hinzufügen (0)

Abgeschnitten

KabelBW zickt gerade ein bisschen rum: 50% des Internets sind im Moment nicht erreichbar, darunter elementare Kommunikationsmedien wie ICQ *shock* und team-ulm.de. Da fühlt man sich richtig abgeschnitten. Zum Glück hab ich Zugang auf eine Remotemaschine, welche nicht am KBW-Netz hängt.

Auf genau der Remotemaschine hab ich dann erst mal das neue ICQ 6 installiert. Die Designer schaffen es mit jeder Version, die Smilies noch hässlicher zu machen. Die in ICQ 5 gefallen mir schon nicht wirklich und mit der neuen Version geht es nochmal abwärts. Aber glücklicherweise gibt es nun eine Option, mit der die grafischen Fratzen abgeschaltet werden können. Es geht doch nichts über die guten alten ASCII - Emoticons ;)

Geschrieben am 22.04.2007 von Stefan | Kommentar hinzufügen (2)

Nachtrag Dokutipp

2057 sollte sich jeder Informatiker anschauen: Die Tatsache, dass für alles (!), was in der Doku an Möglichkeiten für die Zukunft vorgestellt wird, komplexe, umfangreiche Softwaresysteme benötigt werden, ist unglaublich motivierend. Da ergeben sich spannende Projekte und Möglichkeiten, und zwar tausendfach.

Geschrieben am 09.04.2007 von Stefan | Kommentar hinzufügen (0)